
Volvo EX60 startet in Göteborg mit bis zu 810 km Reichweite
Der Volvo EX60 startet in Göteborg als erstes in Schweden entwickeltes und produziertes Elektrofahrzeug der Marke. Drei Antriebsvarianten bieten bis zu 810 Kilometer Reichweite und Schnellladen mit bis zu 400 kW.
Kompori Redaktion
Der Volvo EX60 ist das erste vollelektrische Fahrzeug der Marke, das in Schweden entwickelt und produziert wird. Die Fertigung des 4,80 Meter langen SUV startete im erneuerten Werk in Göteborg. Angeboten wird der Volvo EX60 in drei Leistungsstufen mit Reichweiten von bis zu 810 Kilometern, Preisen ab 62.990 Euro und 800-Volt-Technik.
Drei Antriebe und bis zu 810 Kilometer Reichweite
Die Basisversion besitzt einen 275 kW (374 PS) starken Elektromotor, der die Hinterräder antreibt. Der Akku hat eine Kapazität von 83 kWh. Volvo nennt für diese Ausführung eine Reichweite von bis zu 611 Kilometern. Der Einstiegspreis liegt bei 62.990 Euro.
Die mittlere Variante kombiniert Allradantrieb mit 375 kW (510 PS) und einer 95-kWh-Batterie. Ihre Reichweite soll bis zu 660 Kilometer betragen. Sie kostet mindestens 65.990 Euro. Das Topmodell nutzt ebenfalls einen 375 kW (510 PS) starken Allradantrieb, erhält jedoch einen 117-kWh-Akku. Damit soll der EX60 bis zu 810 Kilometer weit kommen. Der Preis beginnt bei 71.990 Euro.
| Variante | Antrieb und Leistung | Akku | Reichweite | Preis ab | |---|---|---:|---:|---:| | Basis | Hinterradantrieb, 275 kW (374 PS) | 83 kWh | 611 km | 62.990 Euro | | Mitte | Allradantrieb, 375 kW (510 PS) | 95 kWh | 660 km | 65.990 Euro | | Topmodell | Allradantrieb, 375 kW (510 PS) | 117 kWh | 810 km | 71.990 Euro |
800-Volt-System lädt in 16 bis 19 Minuten
Alle drei Varianten verwenden eine 800-Volt-Architektur. Die maximale Ladeleistung beträgt beim Hinterradler 350 kW, die Allradversionen können mit bis zu 400 kW laden. Am Schnelllader soll sich der Ladezustand in 16 bis 19 Minuten von zehn auf 80 Prozent erhöhen. Die tatsächliche Ladezeit hängt grundsätzlich auch von der verfügbaren Leistung der Ladestation und den Bedingungen beim Ladevorgang ab.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei allen Versionen bei 180 km/h. Vier Fahrmodi ermöglichen eine Anpassung von Komfort-, Effizienz- und Leistungseigenschaften. Für gewerbliche Nutzer und Flotten ist vor allem die Kombination aus Reichweite und kurzer Schnellladezeit relevant, weil sie lange Fahrten und planbare Ladepausen unterstützen kann. Angaben zu Nutzlast, Kofferraumvolumen oder Anhängelast enthält die Quelle nicht.
Sachliches Design und neue Sicherheitsgurte
Volvo gestaltet den EX60 mit einer reduzierten, skandinavisch geprägten Form. Auf Chrom verzichtet der Hersteller vollständig. Im Innenraum dominiert eine sachliche Gestaltung. Das Display vor dem Lenkrad ist so positioniert, dass es nahezu die Funktion eines Head-up-Displays übernimmt. Klassische Tasten gibt es kaum; die wichtigsten Funktionen liegen in einer Leiste am unteren Rand des zentralen Bildschirms.
Eine technische Neuerung sind die laut Quelle weltweit erstmals eingesetzten multiadaptiven Sicherheitsgurte für die Vordersitze. Sie verarbeiten Daten von Innen- und Außensensoren, um Gurtspannung und Belastungsniveau an die jeweilige Situation anzupassen. Damit ergänzt Volvo die bereits markentypische Sicherheitstechnik um eine sensorbasierte Anpassung des Rückhaltesystems.
Produktionsstart in einem erneuerten Werk
Das Göteborger Werk wurde in den vergangenen vier Jahren vollständig erneuert. Volvo-Chef Hakan Samuelsson bezeichnete den EX60 beim Produktionsstart als „Meilenstein in der Geschichte des Göteborger Werks“. Nach seinen Worten wurde die Fabrik umfassend für die Zukunft umgebaut.
Die Nachfrage beeinflusste bereits den Produktionsablauf: Noch vor dem offiziellen Verkaufsstart gingen laut Quelle auch aus Deutschland so viele Bestellungen ein, dass Volvo die Kapazitäten in Göteborg anpassen musste. Deshalb wurde die traditionelle Sommerpause von vier auf drei Wochen verkürzt.
Für die Fertigung integriert Volvo die Batterie als tragendes Element in das Chassis. Außerdem wird der hintere Unterboden im Mega-Casting-Verfahren hergestellt. Dabei entstehen größere Karosserieteile in einem einzigen Guss, statt sie aus mehreren Einzelteilen zusammenzusetzen. Die von Bühler gelieferte Anlage verarbeitet innerhalb weniger Millisekunden mehr als 200 Kilogramm flüssiges Aluminium und arbeitet mit Schließkräften von 8400 Kilogramm. Nach Angaben der Quelle können dadurch Gewicht und Produktionsaufwand reduziert sowie die Steifigkeit verbessert werden. Derzeit betrifft das Verfahren ausschließlich die hinteren Elemente des EX60.

Quelle: Auto-Medienportal, „Volvo EX60: Premiere in Göteborg“, Artikel 69937. Auto-Medienportal

Volvo EX60 als elektrisches SUV im Kontext des Produktionsstarts in Göteborg
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