
Subaru E-Outback: Elektro-Kombi mit Allrad und 381 PS
Der Subaru E-Outback verbindet 381 PS, permanenten Allradantrieb und bis zu 526 Kilometer Normreichweite mit mehr als 600 Litern Kofferraum. Preise starten bei 51.990 Euro.
Kompori Redaktion
Der Subaru E-Outback ist das neue Elektro-Flaggschiff der Marke. Der 4,85 Meter lange Kombi ergänzt Solterra und Uncharted, wurde erneut gemeinsam mit Toyota entwickelt und besitzt serienmäßig zwei Elektromotoren sowie Allradantrieb. Die Preise beginnen bei 51.990 Euro. Je nach Ausstattung sind 477 bis 526 Kilometer WLTP-Reichweite möglich.
Zwei Elektromotoren liefern 381 PS
Der E-Outback wird von zwei Elektromotoren mit jeweils 167 kW (227 PS) angetrieben. Zusammen stehen 280 kW (381 PS) zur Verfügung. Das maximale Drehmoment beträgt 2 x 268 Nm. Der Elektro-Kombi beschleunigt in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht maximal 180 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 1-Gang-Reduktionsgetriebe.
Diese Leistungsdaten machen den Subaru deutlich schneller als den gemütlichen Eindruck klassischer Reise- und Freizeitkombis vermuten lässt. Die Auslegung bleibt jedoch komfortorientiert. Auf Landstraßen filtert das Fahrwerk Bodenwellen und Querfugen überzeugend heraus. In Kurven neigt sich die Karosserie spürbar, bleibt aber gut kontrollierbar. Die Lenkung arbeitet ausreichend direkt und berechenbar, ohne den Wagen auf sportliche Reaktionen zu trimmen.
Für lange Autobahnetappen unterstützen ein adaptiver Tempomat und eine Spurführung. Der Tempomat verzögert hinter langsameren Fahrzeugen sanft, während die Spurführung den E-Outback weitgehend mittig hält. Die Rekuperation lässt sich über Lenkradwippen in fünf Stufen einstellen. Zusätzlich bietet der Subaru einen Freilauf, bei dem das Fahrzeug beim Lupfen des Fahrpedals nicht automatisch stark verzögert.
Allradantrieb und 21,1 Zentimeter Bodenfreiheit
Der permanente Allradantrieb ist eine zentrale Eigenschaft des E-Outback. Subaru kombiniert ihn mit dem X-Mode-Fahrprogramm, das die Kraftverteilung auf losem oder unebenem Untergrund unterstützt. Mit 21,1 Zentimetern Bodenfreiheit kann der Elektro-Kombi auch holprige Waldwege, lockeren Untergrund und steilere Auffahrten bewältigen.
Das unmittelbar verfügbare Drehmoment der Elektromotoren lässt sich dabei fein dosieren. Ein Gelände-Tempomat regelt die Geschwindigkeit bergauf und bergab, sodass der Fahrer an schwierigen Passagen weniger mit dem Fahrpedal arbeiten muss. Die Quelle beschreibt den E-Outback deshalb als Fahrzeug, das seinen praktischen Charakter auch abseits befestigter Straßen bewahrt. Für regelmäßige Einsätze im Gelände ist allerdings zu beachten, dass die zulässige Anhängelast bei 1.500 Kilogramm liegt. Das ist weniger als beim Verbrenner-Vorgänger.
Reichweite und Ladezeiten des E-Outback
Die Batterie besitzt eine Kapazität von 74,7 kWh beziehungsweise rund 75 kWh. Die konkrete WLTP-Reichweite hängt von der Ausstattung ab und liegt laut Quelle zwischen 477 und 526 Kilometern. Im Alltag werden abhängig von Wetter und Fahrweise eher ungefähr 400 Kilometer als realistische Größenordnung beschrieben. Für Flotten und Gewerbekunden ist deshalb neben dem Normwert vor allem die Einsatzplanung mit Ladepunkten relevant.
An Gleichstrom-Ladesäulen kann der Subaru maximal 150 kW aufnehmen. Der Ladezustand soll sich damit in 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent erhöhen. Das ist für einen größeren Elektro-Kombi brauchbar, aber nicht besonders schnell. Einen praktischen Ausgleich bietet die Wechselstromladung: Ab der Ausstattung Active sind bis zu 22 kW möglich, während viele Fahrzeuge in diesem Bereich maximal 11 kW unterstützen.
Das serienmäßige Navigationssystem plant Ladestopps und kann die Batterie vor dem Schnellladen temperieren. Die Vorkonditionierung lässt sich alternativ manuell aktivieren. Für die Routenplanung stehen außerdem kabelloses Apple CarPlay und Android Auto zur Verfügung.
| Merkmal | Subaru E-Outback 75 AWD Platinum | |---|---:| | Batterie | 74,7 kWh | | Leistung | 280 kW / 381 PS | | WLTP-Reichweite | 477 km | | Ladeleistung AC / DC | 22 kW / 150 kW | | Kofferraum | 633 bis 1.718 Liter | | Anhängelast | 1.500 kg | | Preis Platinum | 56.990 Euro |
Viel Platz, aber nicht ohne Kompromisse
Vorn sitzen die Insassen auf großzügig gepolsterten Sitzen. Im Fond gibt es viel Knieraum. Der hohe Batterieboden zwingt große Mitfahrer allerdings zu einem stärkeren Anwinkeln der Beine, was den Komfort auf langen Strecken beeinträchtigen kann.
Der Kofferraum fasst 633 Liter und wächst bei umgelegten Rücksitzlehnen auf 1.718 Liter. Ein variabler Ladeboden und ein verstaubares Abdeckrollo erleichtern die Nutzung. Das Ladekabel muss jedoch im hinteren Laderaum transportiert werden, weil ein vorderes Staufach fehlt. Ein Trennnetz ist ebenfalls nicht bestellbar. Für gewerbliche Nutzer sind diese Details wichtiger als die reine Maximalgröße: Sie entscheiden darüber, wie flexibel Ladegut und Zubehör untergebracht werden können.
Bei der Bedienung setzt Subaru teilweise auf klassische Elemente. Tasten am Lenkrad und an der Mittelkonsole ersparen viele Eingaben über den zentralen 14-Zoll-Touchscreen. Die Anzeige- und Menügestaltung wirkt laut Quelle eher zweckmäßig als modern. Die digitalen Instrumente sitzen hoch und bleiben durch das oben und unten abgeflachte Lenkrad gut im Blick.
Drei Ausstattungen ab 51.990 Euro
Der Einstieg erfolgt mit dem Modell Trend für 51.990 Euro. Dazu gehören Allradantrieb, adaptives LED-Licht, eine elektrische Heckklappe, Sitzheizung vorn und eine Rundumkamera. Active kostet 52.990 Euro und ergänzt unter anderem den stärkeren 22-kW-Wechselstromlader sowie Lenkrad- und Rücksitzheizung.
Der getestete E-Outback Platinum kostet 56.990 Euro. Zu seiner Ausstattung zählen unter anderem Nappaleder und ein Harman/Kardon-Soundsystem. Der genannte Einstiegspreis bezieht sich damit auf die Basisausstattung, während die technischen Daten der Tabelle die Platinum-Version betreffen.
Für Käufer und Flottenverantwortliche ergibt sich ein klares Profil: Der E-Outback kombiniert hohen Komfort, viel Stauraum und serienmäßigen Allradantrieb. Besonders relevant sind die Bodenfreiheit und die Geländeprogramme für Nutzer, die regelmäßig schlechte Wege befahren. Gegenüber dem Verbrenner sinkt jedoch die Anhängelast, und die maximale DC-Ladeleistung bleibt hinter besonders schnell ladenden Elektrofahrzeugen zurück. Zur Verfügbarkeit nennt die Quelle keine weiteren Angaben.

Quelle: Auto-Medienportal, Fahrbericht Subaru E-Outback: Stromern durchs Unterholz, Artikel 71140. Allgemeine technische Erläuterungen und redaktionelle Einordnungen wurden auf Basis der genannten Fahrzeugdaten ergänzt. Auto-Medienportal

Subaru E-Outback als elektrischer Allrad-Kombi für Straße und unbefestigte Wege
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