
Nissan Pixo: Elektro-Kleinstwagen startet 2027
Nissan bringt den Pixo Anfang 2027 als reines Elektroauto zurück. Der 3,80 Meter lange Kleinstwagen bietet bis zu 259 Kilometer WLTP-Reichweite, 356 Liter Kofferraum und 50-kW-Schnellladen.
Kompori Redaktion
Nissan bringt den Pixo Anfang 2027 als reinen Elektro-Kleinstwagen zurück. Das gemeinsam mit Renault entwickelte Modell basiert weitgehend auf dem Renault Twingo E-Tech und wird im slowenischen Novo Mesto gebaut. Der Nissan Pixo soll bis zu 259 Kilometer nach WLTP schaffen. Preise und konkrete Ausstattungslinien will Nissan ab Dezember 2026 nennen.
Nissan Pixo verbindet Stadtformat mit flexiblem Innenraum
Mit 3,80 Metern Länge und 1,79 Metern Breite ist der Nissan Pixo für enge Straßen, Parkhäuser und dicht bebaute Innenstädte ausgelegt. Der Radstand beträgt 2,49 Meter. Nach Angaben von Nissan soll er dadurch bis zu vier Erwachsenen Platz bieten. Einzelne Rücksitze lassen sich verschieben. Das ermöglicht, je nach Fahrt entweder mehr Beinfreiheit im Fond oder mehr Gepäckraum bereitzustellen.
Bei aufgestellten Rücksitzen stehen 356 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Darin enthalten ist ein 50 Liter großes Fach für das Ladekabel. Werden die Rücksitze umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1221 Liter. Zusätzlich gibt es 18 Liter Ablagefläche im Innenraum. Der Wendekreis beträgt 9,9 Meter, die Bodenfreiheit 140 Millimeter. Diese Kombination ist für alltägliche Stadtfahrten, Einkaufswege und das Rangieren in engen Wohnstraßen relevant.
| Merkmal | Angabe | |---|---:| | Antrieb | elektrisch | | Motorleistung | 60 kW, rund 82 PS | | Batterie | 27,5 kWh, LFP | | Reichweite | bis zu 259 km nach WLTP | | DC-Ladeleistung | bis zu 50 kW | | AC-Ladeleistung | bis zu 11 kW | | Länge | 3,80 m | | Breite | 1,79 m | | Kofferraum | 356 bis 1221 Liter |
259 Kilometer Reichweite und 50-kW-Laden
Der Elektromotor leistet 60 kW beziehungsweise rund 82 PS. Konkrete Angaben zu Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder Fahrleistungen bei voller Beladung nennt Nissan bislang nicht. Auch zum Verhalten auf langen Autobahnetappen und bei niedrigen Temperaturen liegen in der Quelle keine Daten vor.
Die Energie liefert eine 27,5-kWh-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie, kurz LFP. LFP-Batterien gelten allgemein als robuste Zellchemie und werden häufig dort eingesetzt, wo Sicherheit, Alltagstauglichkeit und eine hohe Zahl möglicher Ladezyklen eine Rolle spielen. Für den Nissan Pixo nennt der Hersteller bis zu 259 Kilometer Reichweite nach WLTP. Der standardisierte WLTP-Wert erleichtert die Vergleichbarkeit, kann im praktischen Betrieb aber abhängig von Temperatur, Geschwindigkeit, Beladung und Heizung oder Klimatisierung abweichen.
Ein Gleichstromanschluss mit bis zu 50 kW gehört in allen Ausstattungslinien zur Serienausstattung. Damit soll sich die Batterie in etwa 28 Minuten von 15 auf 80 Prozent laden lassen. Für typische Pendelstrecken, Einkäufe, Schulfahrten und Ausflüge ins Umland ist diese Ladeleistung ausreichend dimensioniert. Für regelmäßige Langstrecken mit häufigen Schnellladestopps nennt die Quelle dagegen keinen besonderen Vorteil.
Alternativ lädt der Pixo mit Wechselstrom und bis zu 11 kW. Die AC-Ladefunktion ist bidirektional ausgelegt. Das bedeutet grundsätzlich, dass Energie nicht nur in die Fahrzeugbatterie fließen, sondern perspektivisch auch aus dem Fahrzeug heraus genutzt werden kann. Konkrete Anwendungen, Freigaben oder Leistungsdaten für diese externe Stromabgabe nennt Nissan noch nicht.
Eigenständiges Design statt identischer Renault-Kopie
Technisch nutzt der Pixo den Allianzbaukasten von Renault und Nissan. Grundarchitektur, Elektroantrieb und LFP-Akku stammen weitgehend aus derselben Basis wie beim neuen Renault Twingo E-Tech. Optisch gibt es ebenfalls Ähnlichkeiten zum französischen Elektro-Kleinstwagen. Nissan gestaltet den Pixo jedoch mit einem eigenen Erscheinungsbild.
Chefdesigner Masato Koyama setzt auf würfelförmige Proportionen, eine an ein Robotergesicht erinnernde Leuchtengrafik und pixelartige Details. Diese finden sich am Frontstoßfänger, an den Rückleuchten, im Modellschriftzug und an den Radverkleidungen. Kleine „23“-Easter-Eggs greifen die japanische Aussprache des Markennamens auf: „Ni“ steht für zwei, „San“ für drei. Als mögliche Außenfarben nennt Nissan Midnight Purple und Authentic Blue. Koyama sagt: „dass Großes auch im kleinen Format entstehen kann“. Er verweist dabei auf die effiziente Nutzung des begrenzten Außenmaßes und einen wiedererkennbaren Auftritt.
Digitale Funktionen und Assistenzsysteme serienmäßig
Im Cockpit kombiniert Nissan ein 7-Zoll-Fahrerdisplay mit einem 10-Zoll-Touchscreen. Google built-in gehört zur Serienausstattung. Dadurch sind Navigation, Echtzeit-Routenplanung und weitere Google-Dienste direkt in das Fahrzeug integriert.
Zusätzlich kommt der KI-Sprachassistent Gemini zum Einsatz. Zum Marktstart soll er 16 Sprachen unterstützen und Funktionen für Navigation, Unterhaltung und Kommunikation per natürlicher Sprache bedienen können. Nissan zufolge kann Gemini aus Gesprächsverläufen individuelle Präferenzen lernen. Über die MyNissan-App lassen sich Ladevorgänge, Routen und bestimmte Fahrzeugfunktionen verwalten. Eine Face ID soll den Fahrer erkennen und persönliche Einstellungen für Anzeige und Infotainment laden.
Zur serienmäßigen Sicherheits- und Komfortausstattung gehören ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, ein autonomer Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent und ein freihändiges Einparksystem. Die One-Pedal-Technologie ermöglicht Beschleunigen, Verzögern und Anhalten über das Fahrpedal. Besonders im stockenden Stadtverkehr kann das die Zahl der notwendigen Pedalwechsel reduzieren.
Marktstart 2027, Preis noch offen
Der Marktstart des Nissan Pixo in Europa ist für Anfang 2027 angekündigt. Angaben zu Preisen und Ausstattungslinien sollen ab Dezember 2026 folgen. Damit sind zentrale Kaufkriterien für Privatkunden, Gewerbekunden und kleine Flotten derzeit noch offen. Ebenfalls nicht genannt werden konkrete Wartungsbedingungen, Anhängelasten oder weitere Fahrleistungsdaten.
Fest steht bereits die grundsätzliche Positionierung: Der Pixo kehrt als reines Elektroauto ins europäische A-Segment zurück und wird unterhalb des elektrischen Micra eingeordnet. Für Flotten mit kurzen täglichen Fahrten sind vor allem die kompakten Abmessungen, die verschiebbaren Rücksitze, der große variable Laderaum und die serienmäßige DC-Lademöglichkeit relevant. Ob das Gesamtpaket wirtschaftlich passt, lässt sich erst mit dem Preis und der endgültigen Ausstattung beurteilen.

Quelle: Auto-Medienportal, „Nissan Pixo: Elektrische Rückkehr ins A-Segment“, https://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/71019 Auto-Medienportal

Nissan Pixo als elektrischer Kleinstwagen für den urbanen Einsatz
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