
Kia EV5 GT-Line im Test: Reichweite, Platz und Preis
Der Kia EV5 GT-Line verbindet 505 Kilometer Reichweite mit viel Innen- und Stauraum. Der Test zeigt, welche Daten, Ladezeiten und Ausstattungsdetails für Familien und Flotten relevant sind.
Kompori Redaktion
Der Kia EV5 GT-Line ist ein 4,61 Meter langes Elektro-SUV mit Frontantrieb, 160 kW Leistung und einer Reichweite von 505 Kilometern. Im Praxistest überzeugte das Modell mit viel Platz, komfortabler Federung und einem Testverbrauch von 16,5 kWh pro 100 Kilometer. Der Preis des gefahrenen Fahrzeugs lag bei 54.670 Euro.
Kia EV5 GT-Line: Die wichtigsten Daten
Der EV5 schließt bei Kia die Größenlücke zwischen dem Kompakt-SUV EV3 und dem größeren EV9. Die GT-Line nutzt denselben 160-kW-Antrieb wie das Basismodell Air. Der Elektromotor treibt die Vorderräder an und stellt ein maximales Drehmoment von 295 Nm bereit. Für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h benötigt der Kia 8,4 Sekunden.
Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 165 km/h begrenzt. Eine solche Begrenzung kann bei Elektrofahrzeugen dazu beitragen, den Energieverbrauch bei hohem Tempo zu reduzieren. Für den alltäglichen Straßenverkehr reicht die angegebene Geschwindigkeit aus.
| Merkmal | Kia EV5 GT-Line | |---|---:| | Leistung | 160 kW (218 PS) | | Antrieb | Frontantrieb | | Batterie | 81,4 kWh | | Reichweite | 505 km | | WLTP-Verbrauch | 16,8 kWh/100 km | | Testverbrauch | 16,5 kWh/100 km | | Anhängelast | 1.200 kg | | Kofferraum | 556–1.650 Liter | | Preis | 51.990 Euro |
505 Kilometer Reichweite und 150 kW Ladeleistung
Die Batterie des Kia EV5 GT-Line speichert 81,4 kWh. Kia gibt eine Reichweite von 505 Kilometern an. Der Verbrauch nach WLTP beträgt 16,8 kWh pro 100 Kilometer. Im Test wurde mit 16,5 kWh pro 100 Kilometer sogar ein etwas niedrigerer Wert erreicht. Daraus ergibt sich, dass die angegebene Reichweite unter passenden Bedingungen erreichbar erscheint. Der tatsächliche Wert hängt unter anderem von Geschwindigkeit, Temperatur, Beladung und Streckenprofil ab.
Für das Gleichstromladen nennt die Quelle eine maximale Ladeleistung von 150 kW. Damit steigt der Batteriestand in etwas mehr als 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Das ist vor allem für längere Fahrten relevant, bei denen kurze Zwischenstopps an Schnellladesäulen gefragt sind. Ein 800-Volt-System besitzt der EV5 nicht.
Wechselstromladen ist serienmäßig mit 11 kW möglich. Eine vollständige Ladung dauert damit bis zu sieben Stunden. Für 990 Euro bietet Kia optional einen 22-kW-Lader an. Ob die kürzere Ladezeit genutzt werden kann, hängt allerdings auch von der verfügbaren Ladeinfrastruktur und dem jeweiligen Netzanschluss ab.
Viel Platz für Familie, Gepäck und Ausrüstung
Der Innenraum ist auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Die vorderen Sitze sind elektrisch verstellbar und können beheizt sowie belüftet werden. Die Funktionen wirken sich auch auf die Lehnen aus. Die äußeren Rücksitze lassen sich temperieren. Im Fond stehen laut Test besonders viel Kopf- und Beinfreiheit zur Verfügung.
Die Lehnen der Rücksitze können manuell verstellt und einfach nach vorn geklappt werden. Zusammen mit dem Zwischenboden entsteht eine ebene Ladefläche mit niedriger Ladekante. Das Kofferraumvolumen beträgt bei aufrechter Rückbank 556 Liter und wächst bei umgelegten Lehnen auf 1.650 Liter. Unter dem Ladeboden bleibt zusätzlicher Platz für Ausrüstung. Eine 230-Volt-Steckdose kann externe Geräte mit Strom versorgen.
Zusätzlich gibt es unter der vorderen Haube einen Frunk mit rund 40 Litern Volumen. Dieser Bereich eignet sich insbesondere für Ladekabel und kleineres Zubehör. Die zulässige Zuladung beträgt maximal 511 Kilogramm. Für gewerbliche Nutzer ist außerdem die Anhängelast relevant: Die frontgetriebene Version darf 1.200 Kilogramm ziehen. Die Allradversion des EV5 kann 600 Kilogramm mehr anhängen; sie ist damit für höhere Zuglasten besser geeignet.
Bedienung und Assistenzsysteme im Alltag
Das Cockpit besitzt zwei jeweils 12,3 Zoll große Bildschirme. Der linke Monitor zeigt Fahrdaten und Ladefunktionen, während Navigation, Medien und Assistenzsysteme auf dem rechten Bildschirm gebündelt sind. Ergänzend gibt es zahlreiche klassische Bedienelemente, unter anderem für Klimatisierung und Audio. Der Spurassistent lässt sich direkt per Knopfdruck deaktivieren.
Die Karosserie ist aus der Fahrerperspektive nicht überall leicht zu überblicken. Kameras unterstützen deshalb beim Rangieren. Beim Einparken liefern Rundumbilder Hinweise zum Umfeld und zum Lenkeinschlag. Die Totwinkelkameras zeigen beim Betätigen des Blinkers die jeweilige Fahrzeugseite und den Bereich dahinter im Display.
Das optionale Drive-Wise-Paket kostet 1.890 Euro. Es umfasst unter anderem Querverkehrswarnung, Ausstiegsmonitor, Ein- und Ausparkassistent sowie eine Fernsteuerung der Parkfunktion per Smartphone. Auch eine Premiumsound-Anlage von Harman und Kardon gehört zu diesem Paket. Für die Metalliclackierung verlangt Kia 790 Euro.
Komfort statt sportlicher Ausrichtung
Der Kia EV5 GT-Line ist trotz seiner 2,169 Tonnen Leergewicht nicht auf sportliches Fahren ausgelegt. Die Kraftentfaltung erfolgt harmonisch, die Federung komfortabel. Geringe Wankbewegungen unterstützen ein ruhiges Fahrverhalten. Auch Zwischenspurts gelingen zügig, wodurch Überholvorgänge unkompliziert bleiben.
Die Energierückgewinnung lässt sich über Lenkradpaddles in mehreren Stufen einstellen. Im stärksten Modus ist Einpedalfahren möglich: Der Kia verzögert beim Loslassen des Fahrpedals bis zum Stillstand, ohne dass das Bremspedal betätigt werden muss. Das niedrige Geräuschniveau wird vor allem bei höherem Tempo durch stärker hörbares Reifenabrollen begrenzt.
Für Käufer und Flottenverantwortliche sind damit mehrere Punkte entscheidend: Der EV5 bietet eine hohe Reichweite, viel Transportvolumen und eine moderate Anhängelast. Für regelmäßige Zugaufgaben mit mehr als 1.200 Kilogramm ist die Allradversion die passendere Variante. Wer hauptsächlich pendelt oder Familienfahrten absolviert, profitiert dagegen von Platzangebot, Komfortausstattung und der Möglichkeit zum Laden mit 11 oder optional 22 kW.
Das Basismodell Kia EV5 Air kostet 45.990 Euro. Die getestete GT-Line ist mit 51.990 Euro angegeben. Der konkrete Testwagen kostete 54.670 Euro. Damit liegen die wichtigsten offenen Kostenpunkte in der Ausstattung: Das Drive-Wise-Paket, der optionale 22-kW-Lader und die Metalliclackierung erhöhen den Fahrzeugpreis zusätzlich. Zur Lieferzeit nennt die Quelle keine Angaben.

Grundlage ist der Agenturartikel von Auto-Medienportal, Originaltitel „Praxistest Kia EV5 GT-Line: Schön viel von allem“, abgerufen über https://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/70174. Auto-Medienportal

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