
Farizon SV und V7E: Geely startet Elektrotransporter
Farizon bringt mit SV und V7E zwei elektrische Transporter nach Deutschland. Die Modelle bieten bis zu 398 Kilometer Reichweite, Schnellladung und unterschiedliche Ladevolumen.
Kompori Redaktion
Farizon bringt mit dem SV und dem V7E zwei elektrische Transporter nach Deutschland. Der Nutzfahrzeug-Ableger des Geely-Konzerns stellte die Modelle in Raunheim vor. Sie zielen insbesondere auf die Logistik der letzten Meile. Zum Start stehen 15 Händlerstützpunkte bereit. Farizon-Vertriebschef Leon Reiff plant in diesem Jahr den Absatz von 1000 Fahrzeugen.
Zwei Elektrotransporter für die letzte Meile
Farizon wurde 2014 gegründet und hat weltweit bislang 500.000 Nutzfahrzeuge verkauft. Die Marke deckt Transporter, Busse und schwere Lastwagen ab. Für die Entwicklung arbeitet Farizon mit Bosch und ZF zusammen. Bis 2030 ist eine Produktion von einer Million elektrischer Nutzfahrzeuge geplant.
Der deutsche Markt für elektrische leichte Nutzfahrzeuge wuchs im vergangenen Jahr von 6,1 auf 11,2 Prozent Marktanteil. Diesel-Transporter stellen allerdings weiterhin 80 Prozent der Zulassungen. Vor allem Paketdienste elektrifizieren ihre Flotten zunehmend. Für diese Unternehmen sind Reichweite, Ladezeit, Ladevolumen, Preis und ein funktionierendes Servicenetz entscheidend.
Farizon V7E: kompakter Transporter mit 66-kWh-Akku
Der 4,99 Meter lange V7E verfügt über einen 110 kW beziehungsweise 150 PS starken Elektromotor. Die Energie liefert eine 66-kWh-Batterie. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Farizon nennt eine Reichweite von 328 Kilometern; im Stadtverkehr sollen 475 Kilometer möglich sein. Der angegebene Verbrauch liegt bei 22,4 kWh je 100 Kilometer.
Am Schnelllader soll die Batterie nach Werksangaben in 18 Minuten von 20 auf 80 Prozent steigen. Diese Ladeangabe ist vor allem für Fahrzeuge relevant, die zwischen mehreren Zustelltouren kurze Ladefenster nutzen. Zur Nutzlast und zum Ladevolumen des V7E enthält die Quelle keine eigenständige Angabe. Im betreffenden Abschnitt wird ein Transportvolumen von 6,95 Kubikmetern für den SV genannt.
Farizon SV: drei Längen und zwei Batteriegrößen
Der größere SV ist mit 4,99, 5,49 oder 5,99 Metern Länge erhältlich. Je nach Variante beträgt die Reichweite 303 bis 398 Kilometer. Farizon bietet Akkus mit 83 oder 106 kWh an. Das Ladevolumen reicht von 9,39 bis 11,2 Kubikmetern, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h.
Die Preise beginnen beim V7E bei 32.600 Euro ohne Mehrwertsteuer. Beim SV reicht die Preisliste von 44.900 bis 55.500 Euro ohne Mehrwertsteuer. Der höchste Preis gilt für die Variante mit großem Akku. Die Batterien liefert CATL; mit dem Unternehmen arbeitet Farizon seit zehn Jahren zusammen.
| Merkmal | Farizon V7E | Farizon SV | |---|---:|---:| | Länge | 4,99 m | 4,99–5,99 m | | Batterie | 66 kWh | 83 oder 106 kWh | | Reichweite | 328 km, Stadt 475 km | 303–398 km | | Höchstgeschwindigkeit | 120 km/h | 135 km/h | | Preis ohne Mehrwertsteuer | ab 32.600 Euro | 44.900–55.500 Euro |
Händlernetz und Einsatzbedingungen
Zum Marktstart konzentriert sich Farizon auf westdeutsche Bundesländer, ausgenommen Rheinland-Pfalz und Saarland. Ein Ersatzteillager in Baden-Württemberg soll Händler innerhalb von 48 Stunden versorgen. Das Netz bleibt mit 15 Stützpunkten zunächst überschaubar und ist deshalb für Flotten bei der Standortplanung relevant.
Der SV erhielt im Euro-NCAP-Test fünf Sterne. Dazu trugen 30 Assistenzsysteme bei, die sich laut Quelle während der Fahrt teils störend bemerkbar machen. Bei einer kurzen Fahrt rund um Frankfurt wurde das Fahrwerk als informativ beschrieben: Unebenheiten waren für den Fahrer deutlich spürbar. Damit nennt die Quelle neben technischen Daten auch einen praktischen Aspekt für den täglichen Zustelleinsatz.

Quelle: Auto-Medienportal, „Farizon SV und V7E: Geely nimmt die letzte Meile ins Visier“, Artikel 69996. Auto-Medienportal

Farizon SV und V7E, elektrische Transporter für die Logistik
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