
Elektroauto-Förderung: Bis zu 6000 Euro Zuschuss
Der Bund plant Zuschüsse von 1500 bis 6000 Euro für Elektroautos. Die Förderung soll einkommens- und familienabhängig gestaffelt sein, rückwirkend ab 1. Januar gelten und ab Mai beantragbar werden.
Kompori Redaktion
Der Bund will den Kauf und das Leasing von Elektroautos mit 1500 bis 6000 Euro fördern. Umweltminister Carsten Schneider kündigte die einkommens- und familienabhängige Elektroauto-Förderung an. Anträge sollen voraussichtlich ab Mai möglich sein. Die Regelung soll rückwirkend für Fahrzeuge gelten, die seit dem 1. Januar dieses Jahres zugelassen wurden.
Wie hoch fällt der Zuschuss aus?
Die Förderung richtet sich nach Fahrzeugart, Haushaltseinkommen und Familiengröße. Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf grundsätzlich 80.000 Euro nicht überschreiten. Für Familien mit Kindern liegt die Grenze bei maximal 90.000 Euro.
Bei einem Einkommen unter 60.000 Euro steigt der jeweilige Förderbetrag um 1000 Euro. Unterhalb von 45.000 Euro kommen weitere 1000 Euro hinzu. Familien erhalten zusätzlich 500 Euro pro Kind, höchstens für zwei Kinder. Damit kann der Zuschuss insgesamt bis zu 6000 Euro betragen.
| Merkmal | Vorgabe | |---|---| | Förderhöhe | 1500 bis maximal 6000 Euro | | Einkommensgrenze | 80.000 Euro Haushaltseinkommen | | Grenze für Familien | maximal 90.000 Euro | | Antragstellung | voraussichtlich ab Mai | | Rückwirkung | Zulassungen ab 1. Januar | | Gesamtbudget | 3 Milliarden Euro |
Welche Fahrzeuge sind eingeschlossen?
Neben reinen Elektroautos sollen auch Fahrzeuge mit Range-Extender und Plug-in-Hybride berücksichtigt werden. Voraussetzung ist, dass sie bestimmte klimaschutzrelevante Anforderungen erfüllen. Ein Range-Extender erzeugt bei Bedarf Strom für den elektrischen Antrieb, während ein Plug-in-Hybrid Batterie- und Verbrennungsmotor kombiniert. Welche Kriterien genau gelten, nennt die Quelle nicht.
Ob Brennstoffzellenfahrzeuge ebenfalls förderfähig werden, ist noch offen. In Deutschland gibt es laut Quelle derzeit zwei Angebote dieser Antriebsart.
Was bedeutet das für Käufer und Flotten?
Für private Käufer senken die Einkommens- und Kinderzuschläge die Anschaffungskosten besonders dann, wenn das Haushaltseinkommen unter den genannten Schwellen liegt. Gewerbliche Nutzer und Flottenverantwortliche sollten vor einer Entscheidung prüfen, ob das Programm tatsächlich nur die genannten Fahrzeugarten umfasst und welche Nachweise erforderlich werden. Konkrete Förderrichtlinien liegen in der Meldung noch nicht vor.
Insgesamt stehen drei Milliarden Euro bereit. Die Bundesregierung erwartet, dass das Budget für drei oder vier Jahre und für bis zu 800.000 Autos reicht. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt die Eckpunkte und verbindet damit mehr Planungssicherheit für Verbraucher und Handel.
Forderung nach Förderung gebrauchter Elektroautos
Der Verband der Automobilindustrie möchte bei der für das kommende Jahr angekündigten Evaluation auch Gebrauchtwagen einbeziehen. Der Verband der Automobilhändler Deutschlands fordert zumindest eine Förderung von Jahreswagen. VAD-Präsident Burkhard Weller erklärt, dadurch würde Familien mit kleinen und mittleren Einkommen der Umstieg leichter fallen, weil diese Zielgruppe in der Regel selten Neuwagen kaufe.
Eon-Chef Filip Thon verweist zusätzlich auf laufende Kosten: „Elektrisch fahren ist heute in den meisten Fällen schon günstiger als der Betrieb eines Verbrenners, geht jedoch häufig mit höheren Anfangsinvestitionen einher. Genau hier setzt die neue Förderung an und unterstützt insbesondere auch Familien dabei, ihre Mobilität umweltfreundlich zu gestalten.“ Laut Quelle können intelligente Ladetarife und die THG-Quote die Mobilitätskosten um rund 500 Euro jährlich senken. Eon nennt eine THG-Prämie von 260 Euro beziehungsweise 270 Euro für Kunden sowie einen Nachtladebonus von bis zu 240 Euro pro Jahr bei einem bestimmten Stromtarif.
Quelle: Auto-Medienportal, Artikel 69238; Grundlage ist die bereitgestellte Meldung. Auto-Medienportal









