
E-Auto-Förderung: Diese Kleinwagen werden am häufigsten bezuschusst
Sechs der zehn meistgeförderten Elektroautos sind Klein- und Kleinstwagen. Die BAFA-Zahlen zum 1. Oktober 2026 zeigen, welche Modelle vorn liegen, warum kompakte E-Autos besonders profitieren und was für Gebrauchtwagen gilt.
Kompori Redaktion
Kleine Elektroautos sind die heimlichen Gewinner der E-Auto-Förderung 2026. Laut dem aktuellen BAFA-Zwischenbericht zum Stichtag 1. Oktober 2026 sind sechs der zehn meistgeförderten Modelle Klein- oder Kleinstwagen. Angeführt wird die Liste zwar vom Tesla Model Y, doch direkt dahinter dominieren kompakte Stadtautos wie der Leapmotor T03, der Hyundai Inster und der Citroën ë-C3. Hier erfährst du, welche Modelle vorn liegen, warum gerade kleine E-Autos so stark von der Prämie profitieren und was das für dich bedeutet, wenn du einen Gebrauchtwagen suchst.
Fast 100.000 Bewilligungen in weniger als fünf Monaten
Seit dem 19. Mai 2026 können private Haushalte die E-Auto-Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Bis zum 1. Oktober 2026 hat die Behörde 97.790 Anträge bewilligt und 432 Millionen Euro ausgezahlt. Das BAFA veröffentlicht diese Zahlen jeden Monat in einem Zwischenbericht, der die Bewilligungen unter anderem nach Antriebsart, Einkommen, Haushaltsgröße sowie nach Konzernen, Marken und Modellen aufschlüsselt.
Gerade die Modellliste ist für alle aufschlussreich, die sich für ein Elektroauto interessieren. Sie zeigt, welche Fahrzeuge private Käuferinnen und Käufer mit Förderung tatsächlich auswählen.
Die meistgeförderten Kleinwagen im Überblick
An der Spitze der BAFA-Modellliste steht das Tesla Model Y mit 8.297 Bewilligungen, auf Platz zwei folgt das Tesla Model 3 mit 3.845. Danach übernehmen die kompakten Modelle. Diese zehn Klein- und Kleinstwagen tauchen in der Statistik auf:
- Leapmotor T03: 3.561 Bewilligungen
- Hyundai Inster: 3.337 Bewilligungen
- Citroën ë-C3: 2.513 Bewilligungen
- Dacia Spring: 2.402 Bewilligungen
- Fiat 500: 2.137 Bewilligungen
- Renault 5 E-Tech Electric: 1.963 Bewilligungen
- Kia EV2: 1.443 Bewilligungen
- BYD Dolphin Surf: 1.388 Bewilligungen
- Renault Twingo E-Tech: 1.257 Bewilligungen
- Nissan Micra: 1.015 Bewilligungen
Zusammen kommen diese zehn Modelle auf 21.016 Bewilligungen. Mehr als jede fünfte bewilligte Förderung entfällt damit auf ein kompaktes Elektroauto. Bemerkenswert sind auch die Neuzugänge: Der Kia EV2 und der Renault Twingo E-Tech sind erst 2026 auf den Markt gekommen und haben bereits jeweils über 1.000 Bewilligungen gesammelt.
Warum kleine E-Autos besonders profitieren
Ein naheliegender Grund für das starke Abschneiden der Kleinwagen ist die Art, wie die Förderung berechnet wird. Die Prämie hängt laut Förderrichtlinie nicht vom Fahrzeugpreis ab, sondern vom zu versteuernden Haushaltseinkommen und von der Zahl der Kinder unter 18 Jahren. Für ein reines Elektroauto gibt es zwischen 3.000 und 6.000 Euro, für Plug-in-Hybride weniger.
Weil die Förderung für alle Modelle nach denselben Regeln berechnet wird, fällt sie bei einem kompakten Fahrzeug im Verhältnis zum Kaufpreis deutlich stärker ins Gewicht als bei einem großen SUV. Hinzu kommt, wer die Förderung erhält: Laut BAFA gehen 51.209 Bewilligungen und damit gut die Hälfte an Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 45.000 Euro. Rund drei Viertel entfallen auf Haushalte mit bis zu 60.000 Euro. Gerade in diesen Einkommensgruppen dürfte ein kleineres, alltagstaugliches E-Auto häufig die erste Wahl sein.
So solltest du die Zahlen lesen
Die BAFA-Statistik ist eine wertvolle Orientierung, hat aber Grenzen. Die Modellliste führt manche Fahrzeuge getrennt nach Motor- oder Akkuvarianten auf, andere dagegen als ein Modell. Die genaue Rangfolge ist deshalb nur eingeschränkt vergleichbar. Außerdem zählt die Statistik nur bewilligte Förderanträge und keine Zulassungen. Wer ein Elektroauto kauft, aber keinen Antrag stellt oder oberhalb der Einkommensgrenzen liegt, taucht in den Zahlen nicht auf.
Gefördert werden zudem nur Fahrzeuge der EU-Klasse M1, also klassische Pkw. Elektro-Leichtfahrzeuge der Klassen L6e und L7e sind von der Bundesförderung ausgeschlossen.
Förderung nur für Neuwagen: Was gilt für Gebrauchte?
Ein wichtiger Punkt für alle, die sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen: Die E-Auto-Förderung 2026 gilt ausschließlich für Neufahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft, erhält keine Bundesprämie.
Das muss kein Nachteil sein. Gebrauchte Elektroautos sind in der Anschaffung häufig ohnehin deutlich günstiger als Neuwagen und bieten sich vor allem für Käuferinnen und Käufer an, die oberhalb der Einkommensgrenzen liegen oder schnell ein verfügbares Fahrzeug suchen. Beim Gebrauchtkauf solltest du besonders auf den Zustand der Batterie, die tatsächliche Reichweite und die Ladeleistung achten. Unabhängig vom Alter des Fahrzeugs gilt: Halterinnen und Halter reiner Elektroautos können jedes Jahr die THG-Quote beantragen, und die Befreiung von der Kfz-Steuer kann nach derzeitiger Rechtslage auch für gebrauchte E-Autos noch laufen, sofern die Erstzulassung innerhalb der gesetzlichen Fristen liegt.
Häufige Fragen zur E-Auto-Förderung
Welcher Kleinwagen wird am häufigsten gefördert?
Laut BAFA-Zwischenbericht zum 1. Oktober 2026 liegt der Leapmotor T03 mit 3.561 Bewilligungen vorn. Dahinter folgen der Hyundai Inster mit 3.337 und der Citroën ë-C3 mit 2.513 Bewilligungen. Über alle Modelle hinweg führt das Tesla Model Y mit 8.297 Bewilligungen.
Wie hoch ist die E-Auto-Förderung 2026?
Für reine Elektroautos beträgt die Prämie 3.000 bis 6.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltseinkommen und der Zahl der Kinder unter 18 Jahren. Maßgeblich sind die Bedingungen der Förderrichtlinie, ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Gibt es eine Förderung für gebrauchte Elektroautos?
Nein. Die E-Auto-Förderung 2026 gilt nur für Neufahrzeuge mit Erstzulassung in Deutschland ab dem 1. Januar 2026. Gebrauchte E-Autos sind nicht förderfähig.
Sind Elektro-Leichtfahrzeuge förderfähig?
Nein. Gefördert werden nur Pkw der Klasse M1. Leichtfahrzeuge der Klassen L6e und L7e sind ausgeschlossen.
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Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Zwischenbericht zur E-Auto-Förderung, Stand 1. Oktober 2026. Modellbezeichnungen sind an die Angaben des BAFA angelehnt. Summen und Anteile eigene Berechnung. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Kaufberatung dar. Alle genannten Marken- und Modellnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber und dienen ausschließlich der Identifizierung. Alle Angaben ohne Gewähr.








