
BYD Dolphin G DM-i: Plug-in-Hybrid im Kleinwagen
Der BYD Dolphin G DM-i verbindet 105 Kilometer elektrische Reichweite mit einem Benziner und mehr als 1.000 Kilometern Gesamtreichweite. Preise, Technik und Praxiseindruck im Überblick.
Kompori Redaktion
Der BYD Dolphin G DM-i ist ein 4,16 Meter langer Kleinwagen mit Plug-in-Hybridantrieb. BYD führt damit erstmals einen Teilzeitstromer in dieser Fahrzeugklasse ein. Je nach Version fährt der Fünftürer bis zu 105 Kilometer elektrisch; insgesamt sollen mehr als 1.000 Kilometer möglich sein. Der Marktstart schafft damit eine Alternative für Käufer, die zwischen Elektroauto und Verbrenner schwanken.
BYD Dolphin G DM-i kombiniert Elektromotor und Benziner
Im Mittelpunkt steht BYDs DM-i-Technik, die bereits aus dem Atto 2 bekannt ist. An der Vorderachse arbeitet ein Elektromotor mit 120 kW beziehungsweise 163 PS. Unterstützt wird er von einem 1,5-Liter-Benziner mit 95 PS beziehungsweise 70 kW. Der Verbrennungsmotor arbeitet überwiegend als Generator und erzeugt damit Strom für den elektrischen Antrieb. Nur bei höherem Leistungsbedarf wird er zusätzlich direkt in den Vortrieb einbezogen.
Die höheren Ausstattungsversionen verfügen über eine 18,3-kWh-Batterie. Damit nennt BYD eine elektrische Reichweite von bis zu 105 Kilometern. Für den Alltag ist diese Angabe vor allem dann relevant, wenn regelmäßig geladen werden kann: Pendelstrecken, Stadtfahrten und viele lokale Gewerbefahrten lassen sich damit grundsätzlich elektrisch abdecken. Für längere Strecken übernimmt der Benziner die Reichweitenreserve. Die Quelle nennt keine Ladeleistung und keine Ladezeit.
Die Systemleistung des getesteten Dolphin G DM-i Sport beträgt 156 kW, entsprechend 212 PS. Das maximale Systemdrehmoment liegt bei 210 Nm. Der Fronttriebler wird von einem Automatikgetriebe übertragen und erreicht bis zu 180 km/h. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h gibt BYD 8,3 Sekunden an. Dieser Wert wirkt im Fahrbetrieb plausibel: Der Elektromotor reagiert unmittelbar und bringt den Wagen zügig aus Kreuzungen oder auf Einfädelspuren.
| Merkmal | BYD Dolphin G DM-i Sport | |---|---:| | Länge x Breite x Höhe | 4,16 x 1,83 x 1,58 m | | Radstand | 2,61 m | | Systemleistung | 156 kW / 212 PS | | Batterie | 18,3 kWh | | Elektrische Reichweite | bis zu 105 km | | Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h | | 0–100 km/h | 8,3 Sekunden | | Kofferraum | 425 bis 1.225 Liter | | Preis | ab 34.490 Euro |
Alltagstauglichkeit: viel Kofferraum im Kleinwagenformat
Der Dolphin G DM-i orientiert sich bei den Abmessungen an klassischen Kleinwagen wie Polo, Corsa oder Clio. Das Design ist europäisch zurückhaltend: Die Front trägt schmale LED-Scheinwerfer, eine breite schwarze Spange und integrierte Lufteinlässe. Gegenüber dem Elektro-Dolphin fällt die Motorhaube stärker ab. Kurze Überhänge, eine ausgeprägte Schulterlinie, halbversenkte Türgriffe und eine abgedunkelte C-Säule prägen die Seitenansicht. Je nach Ausstattung rollt der BYD auf 16- oder 18-Zoll-Rädern. Ein durchgehendes Leuchtenband verbindet die Heckpartien.
Vorn bietet der Innenraum auch groß gewachsenen Personen ausreichend Platz. Im Fond ist die Rückbank nicht besonders großzügig, bleibt für die Fahrzeugklasse aber akzeptabel. Ein wesentlicher praktischer Vorteil liegt im Gepäckraum: Das Standardvolumen beträgt 425 Liter. Unter dem Ladeboden stehen weitere 45 Liter zur Verfügung. Werden die Rücksitzlehnen umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.225 Liter. Für einen kompakten Fünftürer ist das insbesondere für private Alltagsfahrten sowie kleinere Transportaufgaben im Gewerbe relevant.
Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet. Vor dem Fahrer sitzt ein 8,8 Zoll großes Instrumentendisplay. Der zentrale Touchscreen misst abhängig von der Version 10,1 oder 12,8 Zoll. Viele Funktionen bündelt BYD im Bildschirm und ergänzt ihn durch eine Shortcut-Leiste. Für wichtige Einstellungen wie Start, Frontscheibenbelüftung, Fahrmodi sowie den Wechsel zwischen Elektro- und Hybridbetrieb bleiben physische Tasten und Kippschalter vorhanden. Auch das Lenkrad nutzt klassische Knöpfe anstelle von Touchflächen.
Die Materialien entsprechen überwiegend dem Klassenstandard und enthalten viel Hartplastik. Verarbeitung und Anmutung wirken insgesamt stimmig, einzelne Lüftungsregler erscheinen jedoch filigran. In der Topversion ist ein Head-up-Display erhältlich. Es stellt Informationen groß und klar dar und gehört in einem Kleinwagen zu den auffällig umfangreichen Komfortmerkmalen.
Fahrwerk und Bedienung zeigen unterschiedliche Stärken
Der BYD Dolphin G DM-i fährt mit einer eher straffen Fahrwerksabstimmung. Auf guten Straßen sorgt das für ein stabiles und verbindliches Fahrgefühl. Die Lenkung spricht ordentlich an, der Wagen bleibt auch bei höherem Tempo sauber auf Kurs. Das vermittelt mehr Rückmeldung, als es bei Kleinwagen häufig der Fall ist.
Auf schlechten Straßen kehrt sich dieser Eindruck teilweise um. Querfugen, harte Kanten und grobe Unebenheiten dringen deutlich in den Innenraum durch. Auf Nebenstraßen wirkt der BYD deshalb unnachgiebig. Die Sitze sind ausreichend gepolstert und grundsätzlich für längere Fahrten geeignet, bieten in Kurven aber wenig Seitenhalt. Damit passen Sitzkomfort und straffe Fahrwerksauslegung nicht vollständig zusammen.
Der Antrieb arbeitet im Stadtverkehr besonders passend zum Fahrzeugkonzept. Der Dolphin G DM-i fährt zunächst elektrisch an, leise und spontan. Der Benziner bleibt meist im Hintergrund, solange er hauptsächlich als Generator arbeitet. Bei stärkerem Leistungsabruf oder auf der Autobahn wird der Verbrennungsmotor deutlich hörbarer, bleibt aber laut Fahrbericht nicht unangenehm. Ab etwa 100 km/h nehmen außerdem Windgeräusche zu, besonders im Bereich des großen Glasdachs.
Verbesserungspotenzial gibt es bei Rekuperation und Bremse. Selbst die stärkere Rekuperationsstufe verzögert beim Lupfen des Fahrpedals nur schwach. Wer im Stadtverkehr ein deutliches Einpedalfahrgefühl erwartet, erhält eher eine leichte Verzögerung. Zudem wirkt das Bremspedal beim Übergang von elektrischer zu mechanischer Verzögerung nicht ganz präzise. Das ist kein gravierender Mangel, fällt bei einem elektrifizierten Fahrzeug aber stärker auf.
Verbrauch und Reichweite hängen vom Ladeverhalten ab
Für die Sport-Version nennt die Datenübersicht einen WLTP-Stromverbrauch von 16 kWh sowie einen WLTP-Durchschnittsverbrauch von 1,4 Litern. Der Fahrbericht bewertet den Strombedarf im elektrischen Betrieb als alltagstauglich und den Benzinverbrauch im Hybridmodus als plausibel niedrig. Die tatsächlichen Vorteile des Plug-in-Hybridkonzepts setzen jedoch regelmäßiges Laden voraus.
Das ist für private Nutzer, Unternehmen und Flottenmanager ein entscheidendes Kriterium. Wer das Fahrzeug am Stellplatz, am Firmenstandort oder an einem geeigneten Ladepunkt anschließen kann, nutzt die elektrische Reichweite von bis zu 105 Kilometern häufiger. Ohne regelmäßiges Laden bleibt ein Fahrzeug mit zusätzlicher elektrischer und konventioneller Antriebstechnik. Für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung müssen deshalb Fahrprofil, tägliche Strecken und vorhandene Ladeinfrastruktur zusammen betrachtet werden. Zur Ladeleistung und zur Dauer eines Ladevorgangs macht die Quelle keine Angaben.
Vier Ausstattungslinien und ein variabler Preis
Der Einstieg erfolgt mit der Ausstattung Active für 28.990 Euro. BYD beschreibt die Serienausstattung als umfangreich. Die mittlere Version Boost kostet 31.990 Euro und erhält den größeren Akku, mit dem bis zu 105 Kilometer elektrische Reichweite möglich sind, sowie zusätzliche Komfortdetails. Darüber rangieren Comfort für 33.490 Euro und Sport für 34.490 Euro. Die Sport-Version setzt laut Fahrbericht vor allem auf eine optische Schärfung und bietet gegenüber den darunterliegenden Varianten keinen technischen Mehrwert.
Zusätzlich gewährt BYD nach dem in der Quelle genannten Stand einen Herstellerbonus von 5.500 Euro. Eine staatliche Förderung von bis zu 4.500 Euro wird ebenfalls als mögliche Abzugssumme genannt. Im günstigsten Fall könnte sich der rechnerische Einstiegspreis dadurch auf 18.990 Euro reduzieren. Ob die Voraussetzungen für eine staatliche Förderung erfüllt sind, hängt von den jeweils geltenden Bedingungen ab und muss vor dem Kauf geprüft werden. Der Artikel nennt keine verbindlichen Angaben zur Förderfähigkeit einzelner Varianten.
Für Interessenten ist deshalb die Ausstattungslinie ebenso wichtig wie der Listenpreis. Wer hauptsächlich elektrisch fahren möchte, muss den größeren Akku der Boost-Version beziehungsweise höherer Varianten berücksichtigen. Wer den zusätzlichen Komfort oder die sportlichere Optik nicht benötigt, kann die Mehrkosten der oberen Linien anders bewerten. Für Flotten gilt zusätzlich: Der Nutzen der elektrischen Reichweite entsteht nur, wenn die Fahrzeuge im täglichen Betrieb tatsächlich geladen werden.
Für wen eignet sich der BYD Dolphin G DM-i?
Der Kleinwagen richtet sich an Menschen, die elektrische Kurzstrecken mit einer klassischen Langstreckenreserve verbinden möchten. Die Kombination aus kompakter Außenlänge, 425 Litern Kofferraum und bis zu 1.225 Litern bei umgelegten Rücksitzen spricht für den Alltagseinsatz. Die elektrische Reichweite kann für Stadt- und Pendelstrecken relevant sein, während der Benziner lange Fahrten ohne ausschließliche Abhängigkeit von Ladestopps ermöglicht.
Für Gewerbekunden ist vor allem das Einsatzprofil entscheidend. Der Dolphin G DM-i kann interessant sein, wenn ein Fahrzeug regelmäßig auf kurzen Strecken unterwegs ist, aber gelegentlich längere Distanzen zurücklegen muss. Die maximale Zuladung des Sport-Modells beträgt 485 Kilogramm bei einem EU-Leergewicht von mindestens 1.555 Kilogramm. Für schwere gewerbliche Lasten ist diese Kleinwagenzuladung entsprechend ein zu prüfender Grenzwert.
Der BYD Dolphin G DM-i verbindet damit elektrische Alltagstauglichkeit, Benzinreserve und Kleinwagenabmessungen. Feststehen laut Quelle die technischen Daten, Ausstattungen und Preise; offen bleiben unter anderem Ladeleistung und Ladezeit. Vor einer Entscheidung sollten Käufer daher insbesondere das eigene Fahrprofil, die Lademöglichkeit und den tatsächlichen Förderanspruch prüfen.

Grundlage ist der Fahrbericht „Fahrbericht BYD Dolphin G DM-i: Kleinwagen-Konkurrent mit Kabelanschluss“ vom Auto-Medienportal, Quelle: https://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/70295 Auto-Medienportal

BYD Dolphin G DM-i als kompakter Plug-in-Hybrid-Kleinwagen
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