
Fahrbatterie im Elektroauto: So bleibt sie länger fit
Der Batteriezustand prägt Wert und Reichweite gebrauchter Elektroautos. Tipps zu Ladestand, Schnellladen, Standzeiten und Temperaturen helfen, die Fahrbatterie zu schonen.
Kompori Redaktion
Der Zustand der Fahrbatterie im Elektroauto beeinflusst Reichweite, Fahrzeugwert und mögliche Folgekosten. Beim Kauf eines gebrauchten Stromers ist die Batterie besonders wichtig: Ein Austausch kann bis zu 20 Prozent des Neuwerts ausmachen und bei Gebrauchtwagen sogar den Restwert übersteigen. Der sogenannte „State of Health“ lässt sich professionell diagnostizieren, etwa durch spezialisierte Fachbetriebe oder ein Zertifikat des TÜV Thüringen.
Antriebsbatterien altern durch Ladezyklen und unabhängig davon auch mit zunehmendem Alter. Hersteller garantieren häufig, dass nach 160.000 Kilometern oder acht Jahren noch mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität verfügbar sind. In der Praxis werden laut Erfahrungsberichten teils rund 90 Prozent erreicht. Für den Alltag empfiehlt sich dennoch eine Ladung bis etwa 80 Prozent. 100 Prozent sollten vor allem für längere Fahrten genutzt werden; häufige Tiefenentladungen unter zehn Prozent und regelmäßige Schnellladungen belasten den Akku zusätzlich.
Marcel Schauffler vom TÜV Thüringen empfiehlt batterieschonendes Laden an der Wallbox oder an öffentlichen Ladesäulen mit 11 kW bis 22 kW. Auch Wetter und Standzeiten wirken sich aus: Bei längerer Nichtnutzung ist ein Ladezustand zwischen 30 und 70 Prozent sinnvoll. Lithiumionen-Akkus können im Stillstand etwa fünf Prozent Ladung pro Monat verlieren. Temperaturen über 25 Grad beschleunigen die Selbstentladung, weshalb ein schattiger Stellplatz oder eine kühle Garage im Sommer vorteilhaft ist.
Quelle: Auto-Medienportal








